»xhoch4 auf dem Weg zur Weltherrschaft«
Espresso Magazin - 01.01.2010
Explosiver Mix - aus Design, Kunst und mehr
xhoch4 sind gewissermaßen das Enfant terrible unter den Ingolstädter Designern. Kein Wunder, dass die kreativen Köpfe nach nur fünf Jahren in ihrer Heimatstadt das Weite suchten. Vor einem Jahr eröffneten die noch jungen Gestalter ein Büro in München und feiern in der Landeshauptstadt bereits Erfolge. Bei Stroke.01 – der ersten europäischen Messe für Urban Contemporary Art – hatten sie gerade einen großen Auftritt.
Hinter xhoch4 verbirgt sich nicht etwa eine undurchdringliche mathematische Formel, sondern ein höchst kreativer, manchmal auch explosiver Mix aus Design, Kunst und mehr. Die jungen Gestalter geben sich mit professioneller Markenentwicklung, Webdesign oder preisgekrönten Spielzeitheften für das Theater Ingolstadt nicht zufrieden.
Das Stammteam mit Boris Schmelter, René Arbeithuber und Christian Bolza macht zwar Gestaltung wie viele andere Designbüros auch, aber regelmäßig überschreiten sie die Grenzen zur Kunst und suchen Selbstverwirklichung in eigenen Projekten. Ob eine Kunstausstellung mit dem Titel „Fucking Fuck“ in der Hausgalerie in der Kupferstraße oder ungefragt aufgestellte Kunstwerke im öffentlichen Raum – das Subversive stand am Anfang der Erfolgsgeschichte von xhoch4 und spielt heute noch immer eine wichtige Rolle.
Die gemeinsamen Wurzeln liegen im Graffiti. 2003 eröffnete xhoch4 ein Designbüro an der Esplanade. Mit ungewöhnlichen Theaterplakaten oder Erscheinungsbildern für Museen prägen sie die Optik der Stadt. Fünf Jahre später wurde es ihnen zu eng in Ingolstadt. „Wir haben den Markt hier so gut wie abgegrast“, sagte Schmelter kurz vor dem Umzug nach München.
Ein Jahr danach haben die Kreativen noch immer nicht genug. Die Teilnahme an der Poster-Biennale in Bolivien, Arbeiten für die Oberbayerischen Kulturtage und die Bayerische Akademie der Wissenschaften, die Organisation des Kurzfilmfestivals 20minmax – das alles reicht xhoch4 nicht. Fragt man die Allround-Künstler nach ihren Zielen über das Jahr 2010 hinaus, heißt es unisono: „Weltherrschaft“.
Volker Linder
Die Online-Ausgabe des Espresso-Magazins ist unter www.espresso-magazin2.in (S. 96-97) zu finden.
xhoch4 sind gewissermaßen das Enfant terrible unter den Ingolstädter Designern. Kein Wunder, dass die kreativen Köpfe nach nur fünf Jahren in ihrer Heimatstadt das Weite suchten. Vor einem Jahr eröffneten die noch jungen Gestalter ein Büro in München und feiern in der Landeshauptstadt bereits Erfolge. Bei Stroke.01 – der ersten europäischen Messe für Urban Contemporary Art – hatten sie gerade einen großen Auftritt.
Hinter xhoch4 verbirgt sich nicht etwa eine undurchdringliche mathematische Formel, sondern ein höchst kreativer, manchmal auch explosiver Mix aus Design, Kunst und mehr. Die jungen Gestalter geben sich mit professioneller Markenentwicklung, Webdesign oder preisgekrönten Spielzeitheften für das Theater Ingolstadt nicht zufrieden.
Das Stammteam mit Boris Schmelter, René Arbeithuber und Christian Bolza macht zwar Gestaltung wie viele andere Designbüros auch, aber regelmäßig überschreiten sie die Grenzen zur Kunst und suchen Selbstverwirklichung in eigenen Projekten. Ob eine Kunstausstellung mit dem Titel „Fucking Fuck“ in der Hausgalerie in der Kupferstraße oder ungefragt aufgestellte Kunstwerke im öffentlichen Raum – das Subversive stand am Anfang der Erfolgsgeschichte von xhoch4 und spielt heute noch immer eine wichtige Rolle.
Die gemeinsamen Wurzeln liegen im Graffiti. 2003 eröffnete xhoch4 ein Designbüro an der Esplanade. Mit ungewöhnlichen Theaterplakaten oder Erscheinungsbildern für Museen prägen sie die Optik der Stadt. Fünf Jahre später wurde es ihnen zu eng in Ingolstadt. „Wir haben den Markt hier so gut wie abgegrast“, sagte Schmelter kurz vor dem Umzug nach München.
Ein Jahr danach haben die Kreativen noch immer nicht genug. Die Teilnahme an der Poster-Biennale in Bolivien, Arbeiten für die Oberbayerischen Kulturtage und die Bayerische Akademie der Wissenschaften, die Organisation des Kurzfilmfestivals 20minmax – das alles reicht xhoch4 nicht. Fragt man die Allround-Künstler nach ihren Zielen über das Jahr 2010 hinaus, heißt es unisono: „Weltherrschaft“.
Volker Linder
Die Online-Ausgabe des Espresso-Magazins ist unter www.espresso-magazin2.in (S. 96-97) zu finden.
Das Stammteam: Arbeithuber, Bolza, Schmelter

