»xhoch4 zeigt Grudzieckis Flaggen«
Donaukurier - 10.05.2010
Ingolstadt (ksd) „Flags“ wehen über der Unwirtlichkeit der Städte, winden sich orange, lila oder grün schwungvoll um graue Plattenbauten. Aus dem malerischen Werk des in München lebenden akademischen Künstlers Michael Grudziecki stammen die Flaggenbilder in der Galerie xhoch4. Den Maler kennt man in Ingolstadt übrigens bereits, ohne es zu wissen: Seine Arbeit aus der Serie „per aspera ad astrum“ wurde zum Motiv für das Theaterplakat zu Schillers „Räubern“. Sie ist derzeit mit weiteren Originalbildern von insgesamt 22 Künstlern in der Theatergalerie zu sehen (siehe Artikel rechts); die dortige Vernissage nutzte das Designkollektiv xhoch4, Grudziecki in einer Einzelausstellung direkt im Anschluss zu präsentieren.
Es ist, wie immer vorort, eine kleine Schau mit wenigen Exponaten, die aber aufschlussreich Themen und Arbeitsweise des 33-Jährigen, mit mehreren Stipendien und Preisen ausgezeichneten Meisterschülers an der Akademie Karlsruhe demonstrieren. Um den sozialen Aspekt von Architektur geht es Grudziecki, der in der Tat die von Alexander Mitscherlich einst beschworene Unwirtlichkeit unserer Städte illustriert. Menschenleer sind seine Arbeiten, nur im großen, wandfüllenden Bild der Serie künden ein Basketballnetz, Kanister und ein ferner Hubschrauber als Überwachungsinstrument entfernt von seiner Existenz.
Der Rest ist Mauerwerk, in großem malerischem Können, mit überraschenden Perspektivverschiebungen, umgesetzt: Moloch(hoch)häuser, gesichtslos, mit leeren Fenstern, im eigenen Grauweiß verschwimmend. Die Flaggen, die darüber so farbig-zärtlich, im Streifenmuster prangen? Sehnsucht nach Zugehörigkeit? Austauschbar auf jeden Fall. Denn längst ist sehr global, wo solche Häuser Heimatlosigkeit beschwören.
Die Schau in der Galerie xhoch4 läuft bis 30. Juli. Öffnungszeiten: Samstag 10 bis 16 Uhr.
Es ist, wie immer vorort, eine kleine Schau mit wenigen Exponaten, die aber aufschlussreich Themen und Arbeitsweise des 33-Jährigen, mit mehreren Stipendien und Preisen ausgezeichneten Meisterschülers an der Akademie Karlsruhe demonstrieren. Um den sozialen Aspekt von Architektur geht es Grudziecki, der in der Tat die von Alexander Mitscherlich einst beschworene Unwirtlichkeit unserer Städte illustriert. Menschenleer sind seine Arbeiten, nur im großen, wandfüllenden Bild der Serie künden ein Basketballnetz, Kanister und ein ferner Hubschrauber als Überwachungsinstrument entfernt von seiner Existenz.
Der Rest ist Mauerwerk, in großem malerischem Können, mit überraschenden Perspektivverschiebungen, umgesetzt: Moloch(hoch)häuser, gesichtslos, mit leeren Fenstern, im eigenen Grauweiß verschwimmend. Die Flaggen, die darüber so farbig-zärtlich, im Streifenmuster prangen? Sehnsucht nach Zugehörigkeit? Austauschbar auf jeden Fall. Denn längst ist sehr global, wo solche Häuser Heimatlosigkeit beschwören.
Die Schau in der Galerie xhoch4 läuft bis 30. Juli. Öffnungszeiten: Samstag 10 bis 16 Uhr.

